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Und wieder Gold und Bronze für die Schweiz

Nach zwei Tagen «Ruhepause» hat die Schweiz am Mittwoch wieder zugeschlagen: Das Curling-Team krönte seine fantastische Turnierleistung mit dem 6:4-Finalsieg über Italien, Jasmina Suter holte im Riesenslalom die zweite Bronzemedaille für die alpinen Skifahrer.

Michael Brunner, Elena Stern, Romano Meier und Lisa Gisler können sich verdient Jugend-Olympiasieger nennen. Das finale Spiel war die Krönung für die im ganzen Turnier toll aufspielenden Schweizer. Die Vorrunde hatten sie mit der eindrücklichen Bilanz von 6:1 Siegen beendet, auf die einzige Niederlage im vierten Spiel gegen die USA reagierten sie mit drei weiteren Siegen.
Im Final legten die Schweizer mit einem Zweierhaus vor und gaben den Vorsprung anschliessend nicht mehr preis. Trotz der lautstarken Unterstützung durch die vielen Schweizer Fans gelang ihnen ein konzentriertes Spiel. «Ich konnte ausblenden, dass wir einen Final spielten», meinte Romano Meier, «erst gegen Schluss wurde ich etwas nervös.»

Knacknuss Viertelfinal

Das Meisterstück lieferte das Quartett aber mit dem Viertelfinalsieg am frühen Mittwochmorgen gegen Japan ab. Nach zwei gestohlenen Steinen lag die Schweiz bei Halbzeit noch 0:2 zurück. Der Traum von der Olympiamedaille schien zu platzen, als sich das Team rechtzeitig und in den entscheidenden Momenten wieder auf seine Fähigkeiten besann und den Sieg noch an sich riss. Erst mit seinem letzten Stein sicherte Michael Brunner den Halbfinaleinzug. «Das war eine grosse Erleichterung», meinte der Skip zu der entscheidenden Szene.
Von da an spielten Brunner und seine Teamkollegen befreit auf. Was folgte war ein nie gefährdeter 10:4-Triumph über Schweden und der Finalsieg über die Italiener, die ihrerseits mit Siegen über die USA und Kanada für die grössten Überraschungen gesorgt hatten. Auch Michael Brunners Mutter und Coach Brigitte Brunner bestätigte: «Der Viertelfinal war von der nervlichen Belastung her am Schlimmsten. Im Halbfinal und Final haben sie sehr sicher gespielt, und da wusste ich, dass sie nicht in Bedrängnis geraten würden.»

Happy End für Jasmina Suter

Die ersten Olympischen Jugend-Winterspiele werden für Jasmina Suter doch noch zu einem Erfolg. Nachdem die im Dezember noch verletzte Innerschweizerin in den ersten drei Rennen (Super-G, Super-Kombination und Teamevent) jeweils ausgefallen war, nutzte sie ihre vielleicht letzte Chance und gewann im Riesenslalom Bronze hinter den beiden Französinnen Clara Direz und Estelle Alphand. Luana Flütsch wurde zudem gute Achte.

«Einfach Vollgas»

Schon nach dem ersten Lauf hatte sich Suter in eine gute Ausgangsposition gebracht: als Sechste lag sie nur 16 Hundertstel hinter dem Podest. Und die Schwyzerin wusste die gute Ausgangslage zu nutzen, fuhr erneut einen guten Lauf und verdiente sich Bronze dank einer Konstanz über beide Läufe, die sie in den ersten Rennen hatte vermissen lassen. Ihr Motto vor dem zweiten Lauf: «Einfach Vollgas geben und schauen was herauskommt.» Sie sei nicht mit einem anderen Gefühl an den Start gegangen als in den Rennen zuvor. Heute sei es einfach aufgegangen, so Jasmina Suter.