01. November 2026

Wushu feiert die olympische Premiere – Schweizer Beachvolleyballerinnen erreichen die K.-o.-Phase

Am zweiten Wettkampftag der YOG Dakar darf sich Wushu-Athlet Leandro Gia-Hy Luong über einen gelungenen Auftakt freuen. Das Schweizer Beachvolleyball-Duo mit Noemi Eugster und Anja Gähwiler verzeichnet in seinen beiden Gruppenspielen einen Sieg und eine Niederlage. Die beiden ziehen dennoch souverän in die nächste Runde ein.

Am Sonntag gab es eine olympische Premiere zu feiern: Zum ersten Mal fanden an einem olympischen Anlass in der Sportart Wushu statt. Wushu ist eine chinesische Kampfkunst, bei der Athletinnen festgelegte Bewegungsabläufe präsentieren und dabei Schnelligkeit, Präzision, Körperbeherrschung und Ausdruck vereinen. An den YOG Dakar 2026 werden sogenannte Formenwettkämpfe ausgetragen, bei denen die Athlet*innen für die Qualität und Schwierigkeit ihrer Darbietung bewertet werden.

Mit Leandro Gia-Hy Luong war auch ein Schweizer Teil dieser olympischen Premiere. Für ihn stand am Sonntag im Taijiquan – der Faustform von Taiji – der erste von zwei Wettkämpfen auf dem Programm. Der Berner zeigte eine fehlerfreie Leistung und belegte den 6. Zwischenrang. Am Montag folgt der Wettkampf im Taijishan, bei dem die Bewegungen mit einem Fächer ausgeübt werden. Die Resultate beider Durchgänge werden anschliessend zusammengezählt und entscheiden darüber, welche Athleten in den Final einziehen. Nach seinem gelungenen Auftakt darf sich Leandro Luong weiterhin berechtigte Hoffnungen auf einen Spitzenplatz machen.

Licht und Schatten im Beachvolleyball

Die Beachvolleyballerinnen Anja Gähwiler und Noemi Eugster erlebten am Sonntag ein Wechselbad der Gefühle: Um 11 Uhr Ortszeit trafen sie mit Mexiko auf die nominell stärksten Gegnerinnen der Gruppe. Zwar verschliefen die Schweizerinnen den Start und verloren den ersten Satz mit 18:21. Die Zugerin und die St. Gallerin kämpften sich im zweiten Satz aber zurück in die Partie und entschieden diesen mit 21:17 für sich. Der verkürzte Entscheidungssatz gestaltete sich lange ausgeglichen. Am Ende musste sich das Schweizer Duo nach hartem Kampf jedoch knapp mit 13:15 geschlagen geben.

Die zweite Partie des Tages gegen Ecuador verlief mehr nach dem Geschmack der Schweizerinnen: Den ersten Satz gewannen sie klar mit 21:7. Im zweiten Umgang wurde es zwar nochmals eng, letztendlich setzten sich Eugster und Gähwiler aber mit 23:21 durch.

Mit zwei Siegen und einer Niederlage beenden die Schweizerinnen die Gruppe C damit auf dem zweiten Rang und ziehen in die K.-o.-Phase ein. Im Achtelfinale treffen sie am Montag um 16 Uhr Ortszeit auf das Team aus Frankreich.