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03. November 2026

Beachvolleyballerinnen spielen um Bronze

Der vierte Wettkampftag an den YOG Dakar 2026 bringt der Schweizer Delegation einige schöne Momente, aber auch Enttäuschungen. Die Beachvolleyballerinnen Noemi Eugster und Anja Gähwiler spielen nach einem Sieg und einer Niederlage um die Bronzemedaille. Für Küstenruderin Tanya Brendle geht der Wettkampf im Viertelfinale zu Ende, während Wushu-Athlet Leandro Gia-Hy Luong im Finale den 6. Rang erreicht. Bei den Reiter*innen, die am Dienstag erstmals im Einsatz standen, glänzt Mike Smits mit einem fehlerfreien Ritt in der ersten Qualifikationsrunde.

Zwei Spiele, zweimal über drei Sätze: Die Schweizer Beachvolleyballerinnen waren am vierten Wettkampftag der YOG Dakar 2026 so richtig gefordert.

Im Viertelfinale gegen Griechenland, das am Morgen anstand, verloren Noemi Eugster und Anja Gähwiler den Startsatz knapp (19:21). Danach drehten sie aber auf und wendeten die Partie: Sowohl im zweiten (21:15) als auch im dritten Umgang (15:10) steigerten sie sich deutlich, holten sich den Sieg und zogen so verdient ins Halbfinale ein.

Nur wenige Stunden später wartete dort das Duo aus Italien. Erneut mussten Eugster und Gähwiler den ersten Satz knapp abgeben (19:21). Danach gelang es ihnen jedoch, die Eigenfehler zu reduzieren und Italien im zweiten Satz regelrecht an die Wand zu spielen (21:13). Im entscheidenden dritten Satz fanden die Italienerinnen, die zuvor im Turnierverlauf noch keinen Satz verloren hatten, aber wieder zurück ins Spiel. In einer Partie auf Messers Schneide behielt Italien das bessere Ende für sich und entschied den dritten Satz mit 15:10 für sich.

Die Chance auf eine Medaille ist für die Schweizerinnen aber nach wie vor intakt: Am Mittwoch um 12 Uhr Schweizer Zeit spielen sie gegen China um Bronze.

Tanya Brendle trotz Viertelfinal-Out zufrieden

Im Küstenrudern standen am Dienstag die Final-Läufe auf dem Programm. Mit Tanya Brendle, die bislang einen makellosen Wettkampf gezeigt hatte, war auch eine Schweizerin vertreten. Für die Zugerin bedeutete das Viertelfinale gegen die Deutsche Caroline Guerra Gonzalez jedoch Endstation: Im direkten Duell, bei dem die Kontrahentinnen parallel denselben Kurs absolvieren, unterlag Brendle knapp.

Zwar startete die Schweizerin gut und konnte lange mit ihrer Gegnerin mithalten. Nach der Wende geriet sie jedoch leicht in Rückstand und konnte diesen aufgrund einiger kleiner Fehler bei den Bojen und beim Ausstieg nicht mehr wettmachen. Nichtsdestotrotz darf Tanya Brendle auf einen erfolgreichen Wettkampf zurückblicken, in dem sie sowohl für sich selbst als auch für den Verband wichtige Erkenntnisse in einer noch jungen olympischen Disziplin sammeln konnte.

Mike Smits bleibt im Reiten fehlerfrei

Nach einigen ruhigeren Tagen zur Akklimatisierung begann am Dienstag auch für den Schweizer Reiter Mike Smits der Wettkampf. In der ersten von zwei Qualifikationsrunden zeigte der Jurassier einen starken Auftritt und blieb als einer von nur vier Reitern ohne Strafpunkte. Mit seinem Pferd, das den Athlet*innen an den YOG im Gegensatz zu den meisten anderen Wettkämpfen auf diesem Niveau zugelost wird, fand er schnell den richtigen Rhythmus und konnte wichtiges Selbstvertrauen für die kommenden Runden tanken.

Für die Reiter geht es am Donnerstag mit der zweiten Qualifikationsrunde weiter. Die Resultate der beiden Vorrunden entscheiden anschliessend über die Startreihenfolge im Final vom Freitag. Dort beginnt der Wettkampf wieder bei null.

Leandro Gia-Hy Luong beendet den Wettkampf auf Rang 6

Für Leandro Gia-Hy Luong ging am Dienstag im Wushu ein intensiver Wettkampf zu Ende. Der Berner stand bereits am Sonntag im Taijiquan (Faustform) und am Montag im Taijishan (Fächerform) in der Qualifikation im Einsatz. Am Finaltag musste der Schweizer erneut in beiden Formen antreten. Die addierten Punktzahlen des Finals ergaben schliesslich die Schlussrangliste.

Leider gelang Leandro Gia-Hy Luong der Auftritt am Morgen im Taijiquan nicht ganz wie gewünscht: Bei einer der Figuren musste er kurz abstehen, was ihn 0,2 Punkte kostete. Am Nachmittag konnte er im Taijishan mit einer starken Darbietung jedoch noch einige Plätze gutmachen, sodass bei der olympischen Premiere von Wushu letztlich der 6. Schlussrang resultierte.