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20. Februar 2026

Doppeltes Silber und einmal Bronze: Die Schweiz bejubelt die Medaillen 15 bis 17

Die Schweizer Delegation dreht gegen Ende der Spiele nochmals so richtig auf: Am Freitagnachmittag fährt Fanny Smith im Skicross in einem packenden Finale auf den zweiten Rang. Kurz darauf holt sich auch Noé Roth Silber im Aerials-Finale. Am Abend entscheiden die Schweizer Curler das Spiel um Platz drei für sich und sichern sich verdient Bronze…und auch für die Frauen liegen die Medaillen im Curling bereit: Sie ziehen in das Finale ein und spielen am Sonntag um Gold!

Fanny Smith gewinnt Silber im Skicross

Fanny Smith gewinnt im Skicross Olympia-Silber. Der Final verlief bis zur Ziellinie eng und Smith sicherte sich auf dem langen Kurs hinter Daniela Maier (GER) den zweiten Platz. Für die Waadtländerin ist es bei der fünften Olympia-Teilnahme die dritte Medaille. Talina Gantenbein und Sixtine Cousin beendeten das Rennen nach dem kleinen Final auf den Plätzen 5 und 7 und holten sich je ein Olympisches Diplom. Saskja Lack schied in den Viertelfinals aus und wurde 13., sie war im gleichen Heat wie Talina Gantenbein und Sixtine Cousin eingeteilt.

Noé Roths perfekter Flug zu Aerials-Silber

Noé Roth gewinnt in Livigno im olympischen Aerials-Final die Silbermedaille. Der 25-jährige Zuger wird knapp hinter dem Chinesen Wang Xindi Zweiter. Roth erhielt für den perfekt ausgeführten Sprung Back Double Full-Double-Full-Full 131,58 Punkte - womit ihm nur 1,02 Punkte zu Wang fehlten. Für Pirmin Werner resultierte nach verpatzter Landung der 5. Rang.

Grosse Curling-Erfolge: Bronze für die Männer, Final-Einzug für die Frauen

Das Curling-Team mit Yannick Schwaller, Pablo Lachat-Couchepin, Sven Michel, Benoît Schwarz-van Berkel und Kim Schwaller holt sich am Freitagabend die Bronzemedaille! Im Spiel um Platz 3 dominiert die Schweizer Equipe den Gegner aus Norwegen und gewinnt klar mit 6:2. Es ist der verdiente Lohn für ein bärenstarkes Turnier mit Top-Auftritten und einer perfekten Round Robin.

Auch die Schweizer Curlerinnen feierten am Freitag einen grossen Erfolg: Im Halbfinal gewann das Team um Skip Silvana Tirinzoni gegen die USA 7:4 und spielt am Sonntag im Final gegen Schweden. Es ist der erste Olympia-Final für die Schweizer Curlerinnen seit 2006. Selina Witschonke, Carole Howald, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz revanchierten sich eindrücklich für die Niederlage gegen die USA im letzten Vorrundenspiel und machten es damit auch besser als vor vier Jahren in Peking, als sie nach einer überragenden Vorrunde eine Medaille verpasst hatten.

Zwei Top-15 Ergebnisse für die Biathleten im Massenstart

Beim Massenstart der Top 30 kam Joscha Burkhalter als 11. und Sebastian Stalder als 13. ins Ziel, Niklas Hartweg platzierte sich auf dem 24. Rang. Die Bedingungen waren schwierig, bei böigem Wind drehten die Weltbesten Strafrunden en masse. Burkhalter (2 Fehler) und Stalder (1 Fehler) zählten zu den besten Schützen, konnten aber auf der Loipe nicht mit den Schnellsten mithalten.

Letzte Kurve wird Speedskaterin McGregor über 1500 Meter zum Verhängnis

Die Eisschnellläuferin Kaitlyn McGregor klassierte sich über die 1500 Meter im 11. Rang. Die 32-Jährige war im Duell mit der Kanadierin Ivanie Blondin lange gut unterwegs und sogar auf Diplom-Kurs. Die letzte Kurve nahm McGregor jedoch etwas zu eng und geriet deshalb ins Straucheln, wodurch sie Zeit verlor. Sie überquerte die Ziellinie schliesslich in 1:55,39 Minuten. Am Samstag tritt McGregor noch im Massenstartrennen an.

Rang 18 für Robin Briguet in der Halfpipe

Der Freeskier Robin Briguet verpasste in der Halfpipe von Livigno den Sprung ins Finalfeld vom Freitagabend. Der Walliser belegt den 18. Schlussrang mit 58,25 Punkten. Mit diesem Wert war er nach Umgang eins auf Platz 13 klassiert gewesen, im zweiten Run konnte er sich nicht mehr steigern.

Hasler und Pasternack bei Halbzeit auf Diplom-Kurs

Die Schweizer Zweierbobs in der Frauenkonkurrenz befinden sich bei Halbzeit mitten im Kampf um die Diplome. Nach zwei von insgesamt vier Durchgängen liegt der beste Schweizer Schlitten mit Melanie Hasler und Nadja Pasternack auf Rang 6 – der Rückstand auf den Bronzeplatz beträgt 0,67 Sekunden. Pilotin Debora Annen und Salomé Kora im zweiten Schweizer Bob belegen nach dem ersten Wettkampftag Zwischenrang 9, zwei Zehntel hinter ihren Landsfrauen. Historisch war der Auftritt trotzdem: Die Anschieberin Kora schrieb Olympia-Geschichte. Sie ist die erste Schweizer Sportlerin, die an Olympischen Sommer- und Winterspielen teilnahm.

(sda/soa)

Alle Einsätze und Resultate der Schweizer Delegation sind auf der Website von Swiss Olympic zu finden.