Die wichtigsten Informationen auf einen Blick

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Die wichtigsten Informationen auf einen Blick

Vom 31. Oktober bis 13. November 2026 finden im Senegal die Olympischen Jugend-Sommerspiele (Youth Olympic Games, YOG) Dakar 2026 statt. Es ist der erste olympische Sportanlass auf dem afrikanischen Kontinent. Die Schweiz wird mit 12 Athletinnen und Athleten in zehn Sportarten vertreten sein.

Auf dieser Seite findest du die wichtigsten Informationen rund um die Youth Olympic Games Dakar 2026 sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Schweizer Delegation, zum Austragungsort und zur Bedeutung der Spiele.

Grundlegende Informationen

Die Youth Olympic Games (YOG) sind die Olympischen Spiele für Nachwuchsathlet*innen. Sie werden vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) organisiert und finden grundsätzlich – analog zu den Olympischen Spielen – alle zwei Jahre alternierend im Sommer und Winter statt.

Die Olympischen Jugend-Sommerspiele werden vom 31. Oktober bis 13. November 2026 im Senegal ausgetragen.

Die Wettkämpfe finden in der Hauptstadt Dakar sowie in Diamniadio und im Küstenort Saly statt. Die YOG Dakar 2026 schreiben dabei Geschichte: Es ist der erste olympische Sportanlass auf dem afrikanischen Kontinent.

An den Youth Olympic Games Dakar 2026 werden rund 2700 Athlet*innen aus der ganzen Welt teilnehmen. Die Schweiz wird mit 12 Athletinnen und Athleten im Alter von 16 bis 17 Jahren vertreten sein. Die Schweizer Delegation umfasst sechs Frauen und sechs Männer aus zehn verschiedenen Sportarten.

Spezifische Informationen

Mit Dakar 2026 findet erstmals ein olympischer Sportanlass auf dem afrikanischen Kontinent statt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) bezeichnet die Spiele deshalb als historischen Meilenstein für die olympische Bewegung. Gleichzeitig sollen die YOG über die zwei Wettkampfwochen hinaus Wirkung entfalten und insbesondere jungen Menschen im Senegal und auf dem afrikanischen Kontinent neue Möglichkeiten im und durch den Sport eröffnen.

Dazu wurden verschiedene Initiativen geschaffen. Mit der Dakar 2026 Learning Academy werden laut IOC mehr als 400 junge Berufsleute für die Organisation und Durchführung von Sportgrossveranstaltungen ausgebildet. Damit soll lokales Know-how aufgebaut werden, das auch nach den YOG erhalten bleibt. Das «Engagement Programme» ergänzt die 25 Wettkampfsportarten um zehn weitere Sportarten. Ziel ist es laut IOC und Organisationskomitee, insbesondere junge Menschen im Senegal und der Region mit neuen Sportarten in Kontakt zu bringen und für Sport zu begeistern.

Die YOG Dakar 2026 werden kompakter ausgetragen als die letzte Ausgabe der Olympischen Jugend-Sommerspiele 2018 in Buenos Aires. Rund 2700 Athletinnen und Athleten werden in Dakar erwartet, in Buenos Aires waren es rund 4000. Entsprechend wurden auch die Quotenplätze für die einzelnen Länder und Sportarten reduziert. Es stehen insgesamt auch weniger Sportarten im Wettkampfprogramm. Dies sind Gründe dafür, dass die Schweizer Delegation in Dakar mit 12 Athletinnen und Athleten aus zehn Sportarten kleiner ausfällt als 2018 (39 Athletinnen und Athleten aus 13 Sportarten).

Die Olympischen Jugend-Sommerspiele finden grundsätzlich alle vier Jahre statt. Nach Buenos Aires 2018 war die nächste Austragung 2022 in Dakar geplant. Wegen der Covid-19-Pandemie entschieden das Internationale Olympische Komitee (IOC) und Senegal im Juli 2020, die Spiele auf 2026 zu verschieben (siehe News). Grund dafür waren unter anderem die Folgen der Pandemie für die Organisation und Finanzierung sowie die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio von 2020 auf 2021.

Die YOG sind für junge Athletinnen und Athleten ein wichtiger internationaler Entwicklungs- und Wettkampfanlass. Dabei geht es um mehr als den sportlichen Wettkampf: Die YOG verbinden sportliche Erfahrungen mit Persönlichkeitsentwicklung, olympischen Werten und dem Austausch mit Jugendlichen aus der ganzen Welt. Für die jungen Athletinnen und Athleten ist es eine Möglichkeit, früh Erfahrungen in einem internationalen und multisportiven Umfeld zu sammeln. Davon können sie auch im weiteren Verlauf ihrer Karriere profitieren: etwa wenn es darum geht, bei wichtigen Wettkämpfen bereit zu sein, mit Ablenkungen vor Ort umzugehen, sich in einem fremden kulturellen Umfeld und unter möglicherweise ungewohnten klimatischen Bedingungen zurechtzufinden und dabei den sportlichen Fokus zu behalten. 

Leistung gehört zum Spitzensport und ist auch an den YOG von Bedeutung. Gleichzeitig sind die YOG ein Ausbildungs- und Entwicklungsanlass. Eine Medaille ist ein grosser Erfolg, aber nicht das einzige Kriterium für eine erfolgreiche Teilnahme der Schweizer Delegation. Statistiken und Entwicklungen zum Abschneiden der Schweizer Delegationen bei früheren Youth Olympic Games im Sommer und Winter sind in diesem Dokument zusammengefasst.

Swiss Olympic bereitet die Athletinnen und Athleten sowie ihre Betreuungspersonen umfassend auf die YOG vor. Sie und auch ihre Erziehungsberechtigte erhalten im Vorfeld Informationen zu den Abläufen und Rahmenbedingungen der Spiele sowie zu den Besonderheiten der Austragungsorte. Dazu gehören unter anderem Hinweise zu Gesundheit und medizinischer Vorsorge, Sicherheit, Klima, Kultur und Verhalten vor Ort. Bei der Vorbereitung arbeitet Swiss Olympic eng mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), der Schweizerischen Botschaft in Dakar und Fachpersonen aus der Infektiologie zusammen.

Die Teamverantwortlichen der Sportarten werden zudem in mehreren Meetings über die wichtigsten organisatorischen und sportlichen Themen informiert und auf ihre Aufgaben vorbereitet. Ergänzt wird dies durch Informationsangebote des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und des lokalen Organisationskomitees Dakar 2026.

Kurz vor der Abreise startete das Swiss Olympic Youth Team an einem gemeinsamen Kickoff-Tag in die olympische Mission Dakar 2026. Die Athletinnen und Athleten erhielten letzte Informationen zu den YOG, bezogen ihre Swiss Olympic Youth Team Collection und nahmen am Nachmittag an einer Teambuilding-Aktivität teil. Ziel der gesamten Vorbereitung ist es, dass die jungen Athletinnen und Athleten gut vorbereitet nach Senegal reisen und sich vor Ort bestmöglich auf ihre Wettkämpfe und das Erlebnis YOG konzentrieren können.

Die 12 Athletinnen und Athleten werden in jeder der zehn Sportarten von einer Betreuungsperson begleitet. Für die medizinische Versorgung der gesamten Delegation sind eine Chefärztin und ein Chefphysiotherapeut zuständig. Komplettiert wird das Swiss Olympic Youth Team durch die Chef de Mission, einen Headcoach und einen Kommunikationsverantwortlichen von Swiss Olympic. Die Schweizer Delegation arbeitet zudem eng mit der Schweizerischen Botschaft in Dakar zusammen.

Die erstmalige Austragung eines olympischen Sportanlasses auf dem afrikanischen Kontinent bringt für alle Beteiligten neue Rahmenbedingungen mit sich. Besondere Aufmerksamkeit gilt den klimatischen und gesundheitlichen Bedingungen. Im Oktober und November ist im Senegal mit einem heissen und feuchten Klima zu rechnen. Zudem besteht in dieser Jahreszeit ein erhöhtes Malariarisiko. Diese Faktoren werden bei der Vorbereitung der Schweizer Delegation entsprechend berücksichtigt.

Eine weitere Besonderheit der YOG ist das junge Alter der Teilnehmenden. Die Betreuung von Jugendlichen stellt besondere Anforderungen. Deshalb sind neben der sportlichen Vorbereitung auch klare Verantwortlichkeiten, Verhaltensstandards und Schutzmechanismen zentrale Bestandteile der Vorbereitung der Schweizer Delegation.

Senegal gilt laut der Schweizerischen Botschaft in Dakar als stabiles Land und ist seit seiner Unabhängigkeit 1960 eine Demokratie. Dialog und Gastfreundschaft haben einen hohen Stellenwert. Die Hauptstadt Dakar ist zudem regelmässig Austragungsort internationaler Konferenzen und Grossveranstaltungen und verfügt über entsprechende Erfahrung mit solchen Anlässen.

Gleichzeitig ist im Senegal gemäss Einschätzung des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) grundsätzlich Vorsicht geboten. Demonstrationen können vorkommen und von Ausschreitungen und Zusammenstössen zwischen Demonstrierenden und der Polizei begleitet sein. Aufgrund der Sicherheitslage in der Sahelzone weist das EDA zudem darauf hin, dass im ganzen Land, einschliesslich der Hauptstadt Dakar, ein Risiko terroristischer Anschläge besteht.

Auch Diebstähle und gewalttätige Überfälle können insbesondere in Dakar und in touristischen Gebieten vorkommen. Das EDA empfiehlt deshalb, sich über die aktuelle Lage zu informieren, Demonstrationen und grössere Menschenansammlungen zu meiden und die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen.

Die Sicherheit der Schweizer Delegation hat für Swiss Olympic höchste Priorität. Swiss Olympic verfolgt die Sicherheitslage vor und während der Olympischen Jugend-Sommerspiele laufend und steht dazu mit den zuständigen Schweizer Behörden, der Schweizerischen Botschaft in Dakar und den Verantwortlichen vor Ort in Kontakt. Das Organisationskomitee und die senegalesischen Behörden treffen im Hinblick auf die YOG entsprechende Sicherheitsvorkehrungen.

Wie bei jedem internationalen Grossanlass kann keine absolute Sicherheit garantiert werden. Swiss Olympic wird die Delegation über relevante Entwicklungen informieren und bei Bedarf entsprechende Massnahmen ergreifen.

Bei der Organisation der YOG Dakar 2026 wird weitgehend auf bestehende und renovierte Sportstätten gesetzt. Wo zusätzliche Infrastruktur benötigt wird, kommen teilweise temporäre Lösungen zum Einsatz. Damit soll der Bau neuer Anlagen, die nach den Spielen kaum genutzt würden, möglichst vermieden werden. Durch die Reduktion der Anzahl teilnehmender Athletinnen und Athleten gegenüber den YOG Buenos Aires 2018 soll zudem der Ressourcenbedarf gesenkt werden.

Gleichzeitig sollen die Investitionen über die YOG hinaus Wirkung entfalten. Renovierte Sportstätten und weitere Infrastruktur sollen der Bevölkerung und dem senegalesischen Sport langfristig zur Verfügung stehen. Dazu kommt ein Mobilisierungsprogramm mit zehn zusätzlichen Sportarten, das Kinder und Jugendliche im Senegal und darüber hinaus für Sport und Bewegung begeistern soll. Die YOG sollen damit laut Organisationskomitee nicht nur während der Veranstaltung, sondern auch langfristig Impulse für die Sportentwicklung im Land geben und dabei auch soziale, ökologische und wirtschaftliche Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigen.

Nach Dakar 2026 finden 2028 die nächsten Olympischen Jugend-Winterspiele in Dolomiti Valtellina in Italien statt. Das IOC vergab die Spiele im Januar 2025 an die italienischen Alpen. Dabei sollen ausschliesslich bestehende Wettkampfstätten genutzt werden, darunter auch Anlagen der Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026. Wie es nach 2028 mit den Youth Olympic Games weitergeht, ist derzeit noch offen.